Denkmalgerechter Umbau einer Scheune

Bauaufgabe Umnutzung und denkmalgerechter Umbau einer Scheune zu Wohnraum
Auftraggeber Privat
Ort Eschborn
Leistung LPH 1 – LPH 8
Bauzeit KW 26 – KW 44 2017
Fläche (BGF) 285 m²
Statik, Wärme- u. Schallschutz IB Wagner Zeitter, Wiesbaden
Brandschutz BPK Klingsch, Frankfurt am Main
Rückstauschutz, Entwässerung htplanungbauer, Mainz

Die an das Wohnhaus angrenzende Scheune soll zu Wohnzwecken umgebaut werden. Die nicht unterkellerte Scheune ist als Fachwerkkonstruktion hergestellt und zusammen mit dem gesamten Gebäudeensemble als Einzelkulturdenkmal eingestuft.
Die äußere Gebäudestruktur soll weitestgehend erhalten bleiben, jedoch wird die Scheune um zwei Gauben im Dachgeschoss ergänzt. Im Innenbereich werden neue Wände und eine neue Deckenbalkenlage eingebaut. Die vorhandenen nicht bauzeitlichen Innenwände und Deckenbalken werden rückgebaut. Nach dem Einbau der neuen Deckenbalkenlage entstehen ein Erd- und ein Dachgeschoss. Die Erschließung des Dachgeschosses erfolgt über eine neue Innentreppe.

Die vorhandene Sparrenlage wird gegen neue Holzbauteile ausgetauscht, auch um die erforderlichen Dämmdicken nach EnEV zu realisieren. Jedoch bleiben die bestehenden Sprengwerk-Konstruktionen erhalten.
Der Lastabtrag der neuen Holzbalkenlage erfolgt über die neuen Innenwände, einem Längsunterzug, sowie eine tragende Vorsatzschale auf der Innenseite der Außenwände. Die Fachwerkaußenwände bleiben weiterhin bestehen und tragen zum Lastabtrag der Dachkonstruktion und zur Gesamtaussteifung des Gebäudes bei. Zum Innenhof und zur Pfarrgasse wird das Fachwerk bereichsweise geöffnet und erhält eine außenseitige Fassade.
Die tragenden Stützen und Riegel bleiben jedoch bestehen und werden dadurch sichtbar. Die südöstliche Giebelfachwerkwand ist im Erdgeschoß durch Weißfäule stark beschädigt und wird aus Brand- und Schallschutzgründen durch eine neue Kalksandsteinwand ersetzt.

Zur Gründung werden die Bestandsfundamente und eine neue, elastisch gebettete Bodenplatte herangezogen.
Die Bodenplatte ist mit den Bestandsfundamenten zu verzahnen. An der südöstlichen Giebelwand wird neben dem Bestandsfundament ein neues Streifenfundament hergestellt. Dieses muss bis auf das Gründungsniveau des Bestandsfundaments geführt werden und kann nur Abschnittsweise hergestellt werden.